Warum du dich manchmal selbst nicht verstehst
Warum tust du etwas, von dem du genau weißt, dass es dir nicht guttut?
Warum meldest du dich wieder, obwohl du es lassen wolltest?
Warum reagierst du emotional, obwohl du eigentlich ruhig bleiben wolltest?
Und danach sitzt du da und denkst:
Warum bin ich so?
Ich glaube, jeder kennt diese Momente.
Diese Situationen, in denen man sich selbst nicht wiedererkennt.
Und oft kommt dann sofort dieser Gedanke:
Irgendwas stimmt nicht mit mir.
Aber die Wahrheit ist:
Mit dir stimmt mehr, als du denkst.
Denn dein Verhalten entsteht nicht einfach so.
Es ist nicht zufällig.
Es ist geprägt von Erfahrungen, von Gefühlen
und von Dingen, die du vielleicht längst vergessen hast, die aber trotzdem noch in dir wirken.
Vielleicht kennst du das:
Jemand sagt etwas, eigentlich nichts Großes.
Aber es trifft dich plötzlich viel stärker, als es sollte.
Oder du reagierst über, ziehst dich zurück oder wirst laut
und merkst selbst: Das war gerade zu viel.
Und genau das macht es so schwer zu verstehen.
Weil dein Kopf im Jetzt ist
aber dein Gefühl manchmal noch in der Vergangenheit hängt.
Warum du so fühlst
Der Grund dafür ist eigentlich ziemlich simpel:
In dir arbeiten zwei Dinge gleichzeitig, dein Verstand und deine Gefühle.
Dein Verstand weiß oft, was logisch richtig wäre.
Aber deine Gefühle reagieren schneller.
Sie greifen auf alte Erfahrungen zurück.
Auf Situationen, die dich geprägt haben
auch wenn du sie heute gar nicht mehr bewusst erinnerst.
Warum du so reagierst
Und genau deshalb passt dein Verhalten manchmal nicht zu dem, was du eigentlich willst.
Du reagierst nicht nur auf das, was gerade passiert
sondern auch auf das, was du einmal erlebt hast.
Das bedeutet nicht, dass du falsch bist.
Es bedeutet nur, dass da etwas in dir arbeitet, das gesehen werden will.
Was dir helfen kann
Vielleicht geht es gar nicht darum, dich sofort zu ändern.
Vielleicht geht es erstmal darum, dich zu verstehen.
Frag dich in solchen Momenten:
Was hat mich gerade wirklich getroffen?
War es wirklich die Situation
oder das Gefühl dahinter?
Allein diese Frage kann schon viel verändern.
Und vielleicht merkst du dann:
Du bist nicht kompliziert.
Du bist einfach nur menschlich.
Vielleicht hilft es dir schon, beim nächsten Mal kurz innezuhalten.
Nicht, um dich zu verurteilen
sondern um dich besser zu verstehen.
Wann hast du dich das letzte Mal selbst nicht verstanden?
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